Warum werden manche Produkte zu Klassikern? Peter Wirz zeigt im Workshop an den Zurich Design Weeks 2026, wie Langlebigkeit im Design entsteht.
Manche Produkte verschwinden nach wenigen Jahren aus dem Markt, andere werden zu Ikonen, die Jahrzehnte überdauern. Der Unterschied liegt selten im Zufall, sondern in einer klaren strategischen Haltung, die Design, Funktion und kulturelle Relevanz zusammenführt. Genau diese Frage stellt Peter Wirz in seinem Workshop an den Zurich Design Weeks 2026 ins Zentrum.
Kontext: Warum Langlebigkeit heute ein Wettbewerbsvorteil ist
Die Produktlebenszyklen verkürzen sich in vielen Branchen dramatisch. Gleichzeitig steigt der Druck auf Unternehmen, Ressourcen verantwortungsvoller einzusetzen und Produkte zu entwickeln, die nicht nur heute funktionieren, sondern auch morgen noch relevant sind. Für Entscheider in der Industrie, im Konsumgüterbereich und im Produktdesign stellt sich deshalb eine zentrale Frage: Wie entsteht Beständigkeit, wenn sich Märkte, Technologien und Nutzerbedürfnisse laufend verändern?
Laut einer Studie des Ellen MacArthur Foundation Report zur Kreislaufwirtschaft könnte eine Verlängerung der durchschnittlichen Produktlebensdauer um nur ein Jahr in bestimmten Kategorien den Ressourcenverbrauch um bis zu 30 Prozent senken. Das ist nicht nur ein ökologisches Argument, sondern ein wirtschaftliches. Produkte mit langer Relevanz binden Kunden, stärken Marken und generieren nachhaltiges Wachstum.
Vor diesem Hintergrund präsentiert Peter Wirz, Managing Director und Chairman von Vetica Group AG, am Donnerstag, 24. September 2026, im Museum für Gestaltung Zürich seinen Workshop im Rahmen der renommierten Zurich Design Weeks. Die Veranstaltung richtet sich explizit an Nicht-Designer, an Führungskräfte, Unternehmer und Produktverantwortliche, die verstehen wollen, wie strategisches Design echten unternehmerischen Wert schafft.
Was bedeutet Product Longevity im industriellen Design?
Product longevity, also Produktlanglebigkeit, ist mehr als Haltbarkeit im physischen Sinne. Es geht um die Fähigkeit eines Produkts, über Jahre hinweg funktional relevant, ästhetisch überzeugend und kulturell bedeutsam zu bleiben.
Im Bereich industrial design und product design zeigt sich das in drei Dimensionen:
- Funktionale Tiefe: Das Produkt löst ein echtes Problem auf eine Art, die sich nicht so schnell überholt. Es ist intuitiv, präzise und anpassungsfähig.
- Kulturelle Verankerung: Das Produkt spricht eine visuelle Sprache, die über Modezyklen hinausgeht und dennoch zeitgemäß bleibt.
- Wirtschaftliche Logik: Das Produkt ist so positioniert, dass es für das Unternehmen langfristig profitabel und für den Markt weiterhin attraktiv ist.
Diese drei Dimensionen lassen sich nicht voneinander trennen. Wer nur auf Ästhetik setzt, riskiert schnelle Obsoleszenz. Wer nur auf Funktion setzt, verpasst emotionale Differenzierung. Und wer die wirtschaftliche Perspektive vernachlässigt, baut Produkte, die der Markt nicht trägt.
Strategisches Design als Führungsaufgabe
Strategic design ist keine Disziplin, die im Designstudio beginnt und dort endet. Es ist eine Führungsaufgabe. Unternehmen, die design leadership ernstnehmen, treffen früher bessere Entscheidungen über Positionierung, Differenzierung und Ressourceneinsatz.
Design management schafft dabei die organisatorischen Voraussetzungen, damit Design nicht reaktiv auf Anforderungen reagiert, sondern proaktiv zur Unternehmensstrategie beiträgt. Das bedeutet konkret:
- Designverantwortliche werden frühzeitig in strategische Entscheidungen eingebunden.
- Designprozesse sind auf Iterationsgeschwindigkeit und Entscheidungsqualität ausgerichtet.
- Markenversprechen und Produktentwicklung werden konsequent aufeinander abgestimmt.
Für C-Level-Entscheider und Produktmanager bedeutet das: Design ist kein Kostenfaktor, der am Ende des Entwicklungsprozesses poliert, sondern ein strategischer Hebel, der von Anfang an mitgedacht werden muss. Diese Perspektive ist der Kern von business design, einem Ansatz, der Designdenken mit unternehmerischer Logik verbindet.
Das Praxisbeispiel: LAUFEN Bathrooms
Ein besonders anschauliches Beispiel für langlebiges Produktdesign liefert die Zusammenarbeit von Vetica mit LAUFEN Bathrooms. LAUFEN ist eine Schweizer Premiummarke im Badezimmerbereich, deren Produkte nicht nur funktionale Anforderungen erfüllen, sondern das Badezimmer als gestalterischen Raum neu definieren.
In diesem Projekt hat Vetica gezeigt, wie strategic design und eine konsequente Markenhaltung dazu beitragen, dass Produkte über Jahre hinweg ihre Relevanz behalten. Das Badezimmer als Ort der persönlichen Pflege und des Rückzugs hat eine starke kulturelle Aufladung. Produkte, die diese Dimension verstehen und in Materialwahl, Form und Funktion widerspiegeln, entwickeln eine Anziehungskraft, die weit über den ersten Kauf hinausgeht.
Dieser Ansatz lässt sich in vielen Branchen anwenden, von der Möbelindustrie über Konsumgüter bis hin zum Investitionsgüterbereich. Das Projekt mit LAUFEN ist ein Beleg dafür, wie tiefgreifend die Verbindung zwischen Marke, Produkt und langfristigem Wachstum sein kann. Weitere Projekte dieser Art finden sich im Vetica Portfolio.
Zurich Design Weeks 2026: Der Workshop für Entscheider
Der Workshop von Peter Wirz ist Teil der Reihe Practical Knowledge for Non-Designers der Zurich Design Weeks, die das Museum für Gestaltung Zürich als eine der wichtigsten Plattformen für Designdiskurs in der Schweiz positioniert. Diese Reihe richtet sich bewusst an Menschen, die Entscheidungen treffen, ohne selbst Designer zu sein.
Das Format am 24. September 2026 kombiniert einen einstündigen Vortrag auf Deutsch mit einer anschließenden Gruppendiskussion:
- 10:30 bis 11:30 Uhr: Vortrag von Peter Wirz
- 11:30 bis 12:00 Uhr: Gruppendiskussion
Peter Wirz bringt dabei nicht nur akademisches Wissen mit, sondern 25 Jahre Erfahrung aus der Praxis als Gründer und Managing Director einer unabhängigen, global operierenden Brand- und Design-Agentur. Die Teilnehmer erwartet kein abstraktes Designvokabular, sondern konkrete Instrumente und Denkrahmen, die sich direkt auf unternehmerische Entscheidungen anwenden lassen.
The Vetica Perspective
Bei Vetica Group AG verstehen wir design leadership als strategische Haltung, nicht als ästhetische Präferenz. Unsere Arbeit mit Kunden wie LAUFEN zeigt, dass Langlebigkeit im Produktdesign immer dann entsteht, wenn drei Ebenen konsequent zusammenwirken: eine klare Markenhaltung, ein tiefes Verständnis für Nutzerbedürfnisse und eine wirtschaftliche Logik, die Wachstum ermöglicht.
Wir arbeiten als unabhängige Agentur mit Entscheidern, nicht für sie. Das bedeutet, dass wir strategische Fragen ernst nehmen und nicht erst im Briefing beginnen, sondern bereits bei der Definition des Problems. Ob es um die Neuausrichtung einer Produktlinie, den Aufbau einer kohärenten Designstrategie oder die Begleitung einer nachhaltigen Transformation geht: Unser Ansatz ist immer holistisch, weit vorausschauend und auf den messbaren Beitrag zum Geschäftserfolg ausgerichtet.
Die Zusammenarbeit mit LAUFEN, ABB und weiteren Partnern hat uns gezeigt, dass die wirkungsvollsten Designentscheidungen selten rein gestalterische sind. Sie sind unternehmerische Entscheidungen, die früh getroffen, konsequent umgesetzt und strategisch verankert sein müssen.
Fazit: Langlebigkeit beginnt mit einer Haltung
Produkte, die zu Klassikern werden, sind das Ergebnis klarer strategischer Entscheidungen, nicht glücklicher Zufälle. Wer verstehen will, wie strategic design, product design und design management zusammenwirken, um langfristigen Wert zu schaffen, findet beim Workshop von Peter Wirz an den Zurich Design Weeks 2026 einen konkreten, praxisnahen Einstieg.
Wenn Sie erfahren möchten, wie Vetica Group AG Ihr Unternehmen beim Aufbau langlebiger Produkte und starker Marken begleiten kann, sprechen Sie uns an: Vetica Design Consulting.





